Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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Der Schwerpunktlehrberuf "Immobilienkaufmann/-frau" mit den drei Schwerpunkten "Bauträger", "Makler" und "Verwalter" kann seit 1. Mai 2020 erlernt werden. Er ersetzt den bisherigen Lehrberuf "Immobilienkaufmann/-frau", bei dem keine Schwerpunkte vorgesehen waren. Lehrlinge, die am 30. April 2020 im Lehrberuf "Immobilienkaufmann/-frau (ohne Schwerpunkte)" ausgebildet wurden, können die Lehre nach den bisherigen Regelungen lt. Ausbildungsordnung abschließen. Achtung, ab dem 1.5.2022 gilt eine neue Prüfungsordnung. Diese sieht vor, dass die Prüfung mit einem Schwerpunkt abgeschlossen werden muss. Hierbei kann einer der drei Schwerpunkte Makler, Verwalter oder Bauträger ausgewählt werden.
Lehrlinge des auslaufenden Lehrberufs "Immobilienkaufmann/-frau (ohne Schwerpunkte)" können aber auch bei voller Lehrzeitanrechnung auf den neuen Lehrberuf (Immobilienkaufmann/-frau mit Schwerpunkten) umsteigen (erforderlich ist dafür eine entsprechende Vereinbarung zwischen Lehrbetrieb und Lehrling).
Unter "Immobilien" (oder auch "Realitäten") versteht man Grundstücke und Bauwerke (z.B. Wohngebäude, Betriebsgebäude) sowie Wohnungen aller Art. Da der Handel mit Immobilien und deren Betreuung viele Spezialkenntnisse erfordert, hat sich dafür ein eigener Wirtschaftszweig entwickelt, die Immobilienwirtschaft, sowie eine ganze Reihe von spezialisierten Berufen. Der Lehrberuf "Immobilienkaufmann/-frau" mit den drei Schwerpunkten "Bauträger", "Makler" und "Verwalter" zeigt diese Vielfalt und den Bedarf an Fachkräften mit spezialisierten Fachkenntnissen für die verschiedenen Spielarten der Branche. "Bauträger" sind Bauunternehmen, die Bauwerke und Wohnungen nicht im Auftrag einer Privatperson oder eines Unternehmens, sondern auf eigene Rechnung errichten, um sie dann später an InteressentInnen zu verkaufen. "Immobilienmakler" sind Unternehmen, die mit Immobilien handeln, also Grundstücke/Gebäude/Wohnungen kaufen und weiterverkaufen oder vermieten. "Immobilienverwalter" sind Unternehmen, die sich (meist im Auftrag der EigentümerInnen) um die Wartung und Instandhaltung von Immobilien kümmern; sie sorgen dafür, dass die Gebäudetechnik (Strom, Kanalisation, Heizung/Lüftung usw.) funktioniert und die Bausubstanz erhalten bleibt (z.B. durch Renovierungsmaßnahmen); bei Mietshäusern sorgen sie für die Vermietung der Wohnungen und die Einhebung der Mieten.
Im Folgenden werden die wichtigsten Aufgabenbereiche der Immobilienkaufleute mit Schwerpunkt "Verwalter" genauer beschrieben. Die Aufgabenbereiche sind:
Gemeinsame Aufgabenbereiche aller Schwerpunkte:
Aufgabenbereiche im Schwerpunkt "VERWALTER":
Office-Management:
Der Aufgabenbereich "Office-Management" (also "Büro-Organisation") umfasst alle Aufgaben zur Gewährleistung eines funktionierenden Bürobetriebs. Die Immobilienkaufleute sorgen dafür, dass die Bürogeräte und Anlagen (PC/Laptop, Drucker, Telefonanlage) alle funktionieren, wobei sie einfache Probleme oft selbst lösen, z.B. durch Beheben eines Papierstaus im Drucker oder durch Austauschen leerer Tonerpatronen. Sie kümmern sich um die Beschaffung von Büromaterial, indem sie laufend den Bedarf an Büromaterial ermitteln, Anbote einholen, die Preise und Konditionen vergleichen und die Warenbestellungen durchführen. Sie bearbeiten den Posteingang und Postausgang, frankieren die Versandstücke und beauftragen die Zustelldienste. Immobilienkaufleute beantworten Anfragen, holen Auskünfte ein (telefonisch oder per E-Mail) und erledigen den Schriftverkehr (Briefe, E-Mails usw.). Sie sorgen für die erforderliche betriebliche Kommunikation, indem sie Informationen erfassen, strukturieren, bearbeiten und weiterleiten. Eine wichtige Aufgabe ist das Terminmanagement; es umfasst die Koordinierung von Terminen und Terminänderungen, die Dokumentation und Verwaltung der Termine im Kalendersystem des Betriebs und den Versand von Termin-Informationen und Unterlagen. Die Organisation von Besprechungen und Meetings umfasst die Reservierung und Vorbereitung der Räume, die Beschaffung und Vorbereitung der Unterlagen, die Aufbereitung von Unterlagen (Erstellung von Handouts und Präsentationen), die Erstellung und den Versand von Einladungen, den Empfang und die Betreuung der BesucherInnen und Gäste, die Protokollführung und die Nachbereitung (Schreiben der Protokolle, Zusammenfassung der Ergebnisse usw.).
Marketing:
Unter "Marketing" versteht man alle Maßnahmen eines Unternehmens, die dem Zweck dienen, die eigenen Angebote so zu gestalten und darzustellen, dass sie von den KundInnen wahrgenommen und nachgefragt werden. Wichtige Teilbereiche des Marketing sind z.B. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (in den Medien ua.). Immobilienkaufleute sind an der Gestaltung von Info- und Werbematerialien beteiligt, indem sie z.B. Newsletters, Direct-Mailings, Presseaussendungen, Social-Media-Beiträge und Ähnliches erstellen und gestalten (teilweise auch mit speziellen Computer-Grafikprogrammen). Und sie arbeiten auch an Veranstaltungen mit, bei denen sich das Unternehmen der Öffentlichkeit präsentiert.
Betriebliches Rechnungswesen:
Das Rechnungswesen dient der genauen Dokumentation aller finanziellen Angelegenheiten eines Betriebes. Immobilienkaufleute prüfen alle Belege (Rechnungen, Zahlungsbelege) auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie ordnen die Belege nach Datum, Herkunft und Belegart und bereiten sie für die Verbuchung vor. Sie prüfen die Rechnungen auf rechnerische und sachliche Richtigkeit und führen die Zahlungen per Zahlschein oder Online-Überweisung durch. Die Überprüfung der Zahlungseingänge und -ausgänge erfolgt durch regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge. Und schließlich gehört zum Rechnungswesen auch die Aufbereitung der Finanz-Daten, die Ermittlung von Kennzahlen und die Erstellung von Statistiken (z.B. Wohnstatistiken, Preisentwicklung am Immobilienmarkt, Entwicklung der Betriebs- und Mietkosten), die der Betriebsführung als Grundlagenmaterial für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen dienen.
Grundlagen der Immobilienwirtschaft:
Immobilienkaufleute benötigen für ihre beruflichen Aufgaben gute grundlegende Kenntnisse der Immobilienwirtschaft. Dazu gehören vor allem rechtliche Kenntnisse, technische Grundkenntnisse und genaue Kenntnisse der Informationsbeschaffung und -verwaltung für alle immobilienwirtschaftlich bedeutsamen Informationen. Wichtige rechtliche Kenntnisse sind: Grundbuchrecht, Mietrecht, Wohnungseigentums- und Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, Steuer- und Abgabenrecht (z.B. Umsatzsteuer, Immobilienertragssteuer bzw. ImmoEst, Grunderwerbsteuer), Bestimmungen zum Energieausweis (verpflichtende Information über den energietechnischen Zustand eines Gebäudes), Berufshaftpflicht, Fördermöglichkeiten im Wohnbau, gesetzeskonforme Berechnung von Mietzins, Indexanpassungen, Honoraren usw. Grundlegende technische Kenntnisse in der Gebäudetechnik (Strom- und Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Heizung, Lüftung, Aufzugsanlagen usw.) sind vor allem deswegen erforderlich, weil Immobilienkaufleute die KundInnen fachgerecht über die technischen Einrichtungen der gehandelten Gebäude informieren müssen und auch mit der Beauftragung externer Unternehmen und Handwerker betraut sind, z.B. wenn Reparaturarbeiten erforderlich sind. Ein zentraler Arbeitsbereich der Immobilienkaufleute ist die Informationsbeschaffung und Informationsverwaltung. Sie müssen laufend Grundbuchauszüge (Grundbuch = Verzeichnis aller Immobilien) und sonstige Unterlagen (z.B. Immobilienpläne) beschaffen und die darin enthaltenen Informationen herauslesen. Ganz wichtig ist auch die (elektronische) Erfassung und Verwaltung der Immobilien-Daten in Form sogenannter "Objektakten" (z.B. Grundstücksakten, Gebäudeakten, Wohnungsakten, Miet-/Pachtakten, Bauakten) sowie der Klienten-Daten (z.B. KundInnen-Kartei).
Schwerpunkt "VERWALTER":
Immobilienkaufleute mit dem Schwerpunkt "Verwalter" sind in Unternehmen tätig, die Immobilien (vor allem Wohnungen) verwalten, die für die Wartung und Instandhaltung der Immobilien sorgen, angefangen von der Bausubstanz bis hin zur Gebäudetechnik (Strom, Kanalisation, Heizung/Lüftung usw.), und die Wohnungen vermieten und die Mieten und Betriebskosten einheben. Daraus ergeben sich auch die speziellen Aufgabenbereiche der Immobilienkaufleute mit Schwerpunkt "Verwalter": Immobilienbetreuung, Operative Immobilienverwaltung, Immobilienpflege, Abwicklung von Versicherungsfällen, Abrechnungen.
Zu den Aufgaben in der Immobilienbetreuung gehört es, die Anfragen der Eigentümer, Mieter/Pächter und sonstigen InteressentInnen telefonisch oder per E-Mail zu beantworten und die Eigentümer und Mieter/Pächter über Neuigkeiten und über notwendige bauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen zu informieren. Im Bereich der Operativen Immobilienverwaltung organisieren die Immobilienkaufleute Eigentümer- oder Mieterversammlungen. Sie bereiten diese vor und arbeiten bei der Durchführung mit; sie bereiten die Unterlagen und die Tagesordnung vor, führen die Anwesenheitsliste, prüfen die Beschlussfähigkeit, führen das Protokoll über die Diskussionsbeiträge und Beschlüsse und erledigen die Nacharbeiten, z.B. Ausschicken/Aushängen von Informationen und Einholen von Angeboten für die beschlossenen Maßnahmen (z.B. bauliche Maßnahmen wie etwa der Einbau eines Aufzuges). Wenn Beschlüsse zu treffen sind, bereiten sie diese vor, prüfen die Mehrheiten und versenden dann die Beschlussfassungsergebnisse. Weiters wirken sie beim Abschluss und bei der Beendigung von Miet-/Pachtverhältnissen sowie bei einem Eigentümerwechsel mit. Wenn es Probleme bei der Bezahlung der Miete oder der Pachtbeträge gibt, bringen sie eine Mahnklagen bei Gericht ein oder veranlassen eine gerichtliche Kündigung. Die Immobilienpflege umfasst die Hausbewirtschaftung, die Objektsicherheit, die Reparaturmaßnahmen, die Sanierung und die Bestandspflege. Immobilienkaufleute organisieren die Hausbetreuung (z.B. durch HausbesorgerInnen), die Müllabfuhr, die Schneeräumung, die Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen (z.B. Feuerlöscher) usw. Sie nehmen Reparaturmeldungen auf, wirken an der Entwicklung von Sanierungskonzepten mit und organisieren Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie Reparaturarbeiten und Sanierungsmaßnahmen. Bei der Abwicklung von Versicherungsfällen nehmen die Immobilienkaufleute zunächst die Schadensmeldungen auf und klären dabei die schadensrelevanten Sachverhalte. Sie dokumentieren die Schadensmeldungen, prüfen sie oder leiten sie zur Überprüfung der Sachverhalte weiter. Sie organisieren die Maßnahmen zur Schadensbeseitigung (z.B. Reparaturen) und überwachen die Schadensregulierung. Die Erstellung der Abrechnungen für Miet- und Pachtverhältnisse und für Wohnungseigentum erfordert eine Reihe von vorbereitenden Berechnungen, z.B. Nutzfläche, Betriebskostenschlüssel, Betriebskosten, Verwaltungshonorar, Betriebskosten-Nachzahlung/-Gutschrift und Bruttomonatsmiete. Immobilienkaufleute bereiten die Abrechnungen für die KundInnen vor und versenden sie. Sie wickeln den Zahlungsverkehr ab, indem sie die Einzugsermächtigungen vorbereiten und die Zahlungsein- und -ausgänge überwachen und verbuchen; bei Zahlungsverzug verfassen und versenden sie ein Mahnschreiben.
Im Schwerpunkt "Verwalter" benötigen Immobilienkaufleute gute Kenntnisse über die gesetzlichen Bestimmungen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz sowie über die immobilienrelevanten rechtlichen Bestimmungen des Versicherungsrechts.
Auf dem Bild ist eine Person zu sehen, die am Schreibtisch sitzt, telefoniert und vor einem Computer arbeitet.
© AMS/Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler in einem Büro zu sehen, der Dokumente prüft.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler zu sehen, der an einem Schreibtisch sitzt und Dokumente prüft.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler in einem Büro zu sehen, der in einem Katalog blättert.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Gruppe von ImmobilienbewirtschafterInnen, die sich gemeinsam um einen Laptop versammelt haben.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild sieht man mehrere ImmobilienbewirtschafterInnen, die Baupläne und Dokumente überprüfen.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Gruppe von ImmobilienbewirtschafterInnen, die gemeinsam an einem Tisch arbeiten.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt wahrscheinlich einen Immobilienbewirtschafter, der eine Immobilie präsentiert.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild zeigt ein Immobilienbewirtschafter mit einem Klemmbrett einer anderen Interessierten eine Immobilie.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)
| Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter | |||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) | 1. Lj | 2. Lj | 3. Lj | 4. Lj | gültig ab | ||||||||||||||||||
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Immobilienverwalter (Angestellte)
gültig ab 01.04.2026
Sonderregelung für Lehrlinge, deren Lehrverhältnis nach bestandener Reifeprüfung beginnt
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871 | 1.179 | 1.435 | - | 01.04.2026 | ||||||||||||||||||
| Sonderregelung für Lehrlinge, deren Lehrverhältnis nach bestandener Reifeprüfung beginnt | 1.076 | 1.435 | 1.743 | - | 01.04.2026 | ||||||||||||||||||
|
Gemeinnützige Wohnungswirtschaft (Angestellte)
gültig ab 01.04.2026
Sonderregelung für Lehrlinge MIT MATURA
|
1.009 | 1.369 | 1.837 | - | 01.04.2026 | ||||||||||||||||||
| Sonderregelung für Lehrlinge MIT MATURA | 1.253 | 1.608 | 1.961 | - | 01.04.2026 | ||||||||||||||||||
|
Gemeinde INNSBRUCK (Innsbrucker Immobiliengesellschaft) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2025
|
949 | 1.204 | 1.523 | 1.969 | 01.01.2025 | ||||||||||||||||||
|
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge) (Gemeindebedienstete)
gültig ab 01.01.2026
|
1.093 | 1.348 | 1.475 | 1.920 | 01.01.2026 | ||||||||||||||||||
|
Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) (Angestellte)
gültig ab 01.01.2026
Sonderregelung für Lehrlinge nach Vollendung des 18. Lebensjahres
|
1.206 | 1.548 | 1.863 | 2.194 | 01.01.2026 | ||||||||||||||||||
| Sonderregelung für Lehrlinge nach Vollendung des 18. Lebensjahres | 1.506 | 1.848 | 2.063 | 2.394 | 01.01.2026 | ||||||||||||||||||
|
Bundesforste (Angestellte)
gültig ab 01.01.2026
|
1.538 | 1.878 | 2.177 | - | 01.01.2026 | ||||||||||||||||||
|
Eisenbahnunternehmen: ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) - wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 Stunden (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.12.2025
|
917 | 999 | 1.335 | 1.800 | 01.12.2025 | ||||||||||||||||||
|
Eisenbahnunternehmen: Länderbahnen, öffentliche Privatbahnen - wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.12.2025
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952 | 1.038 | 1.387 | 1.870 | 01.12.2025 | ||||||||||||||||||
Betriebe/Lehrbetriebe:
Als Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für Immobilienkaufleute mit Schwerpunkt "Verwalter" kommen Unternehmen in Frage, die sich mit der Verwaltung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien (Grundstücke, Gebäude, Wohnungen) befassen. Im Bereich der Mietwohnungen sind das vor allem die sogenannten Hausverwaltungen.
Lehrstellensituation:
Die neue Form des Lehrberufs (mit den Schwerpunkten "Bauträger", "Makler" und "Verwalter") besteht erst seit Mai 2020. Die Zahl der Lehrlinge im Vorläufer-Lehrberuf "Immobilienkaufmann/‑frau (ohne Schwerpunkte)" hatte zuletzt eine leicht steigende Tendenz und ist bis zum Jahr 2019 auf rund 150 Lehrlinge gestiegen. Diese Tendenz hat sich seither auch bei der neuen Version des Lehrberufs (mit Schwerpunkten) fortgesetzt, sodass die Gesamtzahl aller Immobilienkaufmann/‑frau-Lehrlinge (alle Schwerpunkte zusammengenommen) im Jahr 2022 schon auf über 190 Lehrlingen gestiegen war. Seither ist sie allerdings wieder gesunken und liegt jetzt bei 170 Lehrlingen. Erhebliche Unterschiede gibt es hier allerdings zwischen den einzelnen Schwerpunkten. Der am häufigsten erlernte Schwerpunkt ist "Verwalter" (zuletzt über 120 Lehrlinge); am zweithäufigsten ist der Schwerpunkt "Makler" (zuletzt 47 Lehrlinge); sehr selten ist dagegen der Schwerpunkt "Bauträger" mit zuletzt nur 2 Lehrlingen. Die Hälfte aller Immobilienkaufmann/‑frau-Lehrstellen befinden sich in Wien; die übrigen Lehrstellen verteilen sich recht gleichmäßig auf die anderen Bundesländer; eine Ausnahme ist das Burgenland, wo es zuletzt gar keine Lehrstellen gegeben hat.
Unterschiede nach Geschlecht:
Im Lehrberuf "Immobilienkaufmann/‑frau" liegt der Anteil der weiblichen Lehrlinge schon über viele Jahre hinweg bei knapp zwei Drittel, ist aber zuletzt leicht gesunken; der Anteil der männlichen Lehrlinge ist daher leicht gestiegen (auf 42 Prozent). Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird der Lehrberuf "Immobilienkaufmann/‑frau" bald von gleich vielen Männern wie Frauen erlernt werden.
Berufsaussichten:
Es ist zu erwarten, dass sich der Immobilienmarkt auch weiterhin positiv entwickelt, weil nach wie vor eine große Nachfrage nach Wohnimmobilien besteht, die z.B. auch als Geldanlage gekauft werden. Daher werden in der Branche auch künftig kompetente Immobilienfachleute gesucht sein.
Beschäftigungsaussichten:
Die Berufs- und Beschäftigungsaussichten für Immobilienkaufleute mit Lehrausbildung sind stabil. Die Lehre bietet eine fundierte allgemeine kaufmännische Büroausbildung, sodass auch eine Beschäftigung in anderen Wirtschaftszweigen möglich ist.
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
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Fachberufsschule St. Veit a.d. Glan (öffnen) 9300 St. Veit/Glan, Dr.- Arthur-Lemisch-Straße 5 Tel.: +43 (0)4212 26 05, https://www.berufsschule.at/st-veit/ |
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| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
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Landesberufsschule Schrems (öffnen) 3943 Schrems, Dr.-Theodor-Körner-Platz 1 Tel.: +43 (0)2853 760 16, https://lbsschrems.ac.at/ |
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| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
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Berufsschule Linz 6 (öffnen) 4040 Linz, Ferihumerstraße 28 Tel.: +43 (0)732 77 20-36200, https://bs-linz6.ac.at/ |
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| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
|
Landesberufsschule Tamsweg (öffnen) 5580 Tamsweg, Schießstattstraße 19 Tel.: +43 (0)5 7599 719, Fax: +43 (0)5 7599 719 25, https://lbs-tamsweg.salzburg.at/ |
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| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
|
Landesberufsschule Dornbirn 2 (öffnen) 6850 Dornbirn, Eisplatzgasse 5 Tel.: +43 (0)5572 243 17, Fax: +43 (0)5572 243 17 80, https://lbsdo2.snv.at/ |
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| Lehre Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (öffnen) Lehre |
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|---|---|
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Berufsschule für Bürokaufleute (öffnen) 1150 Wien, Meiselstraße 19 Tel.: +43 (0)1 4000 95580 , Fax: +43 (0)1 4000 9995580, https://bsbuero.schule.wien.at |
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| Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter (inkl. Doppellehren) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Dieser Lehrberuf kann seit 1.5.2020 erlernt werden! Zusätzlich zu den angeführten Zahlen hat es im auslaufenden Vorläufer-Lehrberuf "Immobilienkaufmann/-frau" (ohne Schwerpunkte) im Jahr 2020 noch 99 Lehrlinge gegeben (männlich: 39; weiblich: 60), im Jahr 2021 noch 38 Lehrlinge (männlich: 15; weiblich: 23). |
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| Anz./Jahr | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| männlich | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 11 | 28 | 44 | 50 | 42 | 47 |
| weiblich | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 20 | 52 | 77 | 68 | 69 | 75 |
| gesamt | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 31 | 80 | 121 | 118 | 111 | 122 |
| Frauenanteil | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 64,5% | 65,0% | 63,6% | 57,6% | 62,2% | 61,5% |
| Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich | ||||||||||
Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:
Normalformen (für 14-Jährige):
Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:
Zur Weiterbildung und Höherqualifizierung der Immobilienkaufleute führt die Immobilienwirtschaft laufend Kurse, Seminare oder Lehrgänge durch, teilweise auch innerbetrieblich, teilweise in Weiterbildungsinstituten. Die Kurse umfassen vor allem Themen wie z.B. "Neue Entwicklungen am Immobiliensektor", "Neuerungen bei einschlägigen Rechtsvorschriften", "Finanzierungsmöglichkeiten", "neue Serviceangebote und entsprechenden Marketing-Strategien", "Persönlichkeitsbildung und Verkaufstraining" (z.B. Gesprächsführung, Verkaufspsychologie), allgemeine kaufmännische, betriebswirtschaftliche und organisatorische Themen, neue Entwicklungen in der EDV usw. Ein regelmäßiger Weiterbildungsbedarf in der Immobilienwirtschaft besteht auf dem Gebiet der rechtlichen Regelungen und der finanziellen Förderungen im Bau- und Immobilienbereich, da hier immer wieder Änderungen vorgenommen werden.
Als Weiterbildung für diesen Beruf kommen auch allgemeine Büro- und Verwaltungskurse in Frage, z.B. Kurse/Einschulungen über neue Computerprogramme im Büro-, Verwaltungs- und Statistik-Bereich (z.B. neue Versionen bestehender Office-Programme), Buchhaltungskurse und Kurse im Rechnungswesen. Derartige Kurse werden z.B. im WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) und im BFI (Berufsförderungsinstitut) angeboten.
Das WIFI hat für die Immobilienwirtschaft ein sehr umfangreiches Weiterbildungsprogramm in allen Bundesländern. Das Kursangebot kann unter folgendem Internetlink abgerufen werden: www.wifi.at/kursbuch/wifi-kurssuche/wifi-kurssuche?ST=Immobilien.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
Aufstiegsmöglichkeiten:
Der berufliche Aufstieg der Immobilienkaufleute erfolgt meist durch die allmähliche Übernahme von übergeordneten Aufgaben in Planung, Betriebsorganisation und Personalführung, im Marketing und im Finanzierungsbereich. Das erfordert meist mehrjährige Berufstätigkeit und die Absolvierung entsprechender Weiterbildungskurse. Eine Aufstiegsposition ist z.B. "AbteilungsleiterIn".
Selbstständige Berufsausübung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Immobilienkaufleute im reglementierten Gewerbe "ImmobilientreuhänderIn (ImmobilienmaklerIn, ImmobilienverwalterIn, BauträgerIn)" (Befähigungsnachweis erforderlich).
Weiters können Immobilienkaufleute das Handelsgewerbe ausüben. Das Handelsgewerbe ist ein freies Gewerbe und erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.
Auf dem Bild ist eine Person zu sehen, die am Schreibtisch sitzt, telefoniert und vor einem Computer arbeitet.
© AMS/Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler in einem Büro zu sehen, der Dokumente prüft.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler zu sehen, der an einem Schreibtisch sitzt und Dokumente prüft.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Immobilienmakler in einem Büro zu sehen, der in einem Katalog blättert.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Gruppe von ImmobilienbewirtschafterInnen, die sich gemeinsam um einen Laptop versammelt haben.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild sieht man mehrere ImmobilienbewirtschafterInnen, die Baupläne und Dokumente überprüfen.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Gruppe von ImmobilienbewirtschafterInnen, die gemeinsam an einem Tisch arbeiten.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt wahrscheinlich einen Immobilienbewirtschafter, der eine Immobilie präsentiert.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild zeigt ein Immobilienbewirtschafter mit einem Klemmbrett einer anderen Interessierten eine Immobilie.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.