Start | ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): ElektroenergietechnikerIn, StarkstrommonteurIn, ElektromechanikerIn für Starkstrom.
(Personen mit Lehrabschlussprüfung in einem dieser Lehrberufe sind zur Führung der Bezeichnung "Elektrotechnik – Hauptmodul Energietechnik" berechtigt!)


ACHTUNG: Ab 1.1.2024 gilt eine neue Elektrotechnik-Ausbildungsordnung. Lehrlinge, die am 31.12.2023 gemäß der alten Elektrotechnik-Ausbildungsordnung ausgebildet wurden, können bis zum Ende der vereinbarten Lehrzeit (ohne Lehrzeitunterbrechung) weiter nach dieser Ausbildungsordnung ausgebildet werden und bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit die Lehrabschlussprüfung nach der alten Prüfungsordnung ablegen; dies gilt auch für Lehrlinge, welche die Lehre bereits nach der neuen Elektrotechnik-Ausbildungsordnung absolvieren, deren vereinbarte Lehrzeit aber schon vor dem 1.1.2025 endet. Absolvierte Lehrzeiten nach der alten Regelung werden auf die Ausbildung nach der neuen Regelung voll angerechnet.

Der Lehrberuf "ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik" gehört zum Modul-Lehrberuf "ElektrotechnikerIn", der insgesamt 4 Hauptmodule und 11 Spezialmodule (ab 1.9.2026 10 Spezialmodule) hat:

HAUPTMODULE:

SPEZIALMODULE:
(Hier sind noch die Bezeichnungen der "alten" Spezialmodul-Regelungen angeführt, weil nach diesen noch bis 30.8.2026 ausgebildet werden kann, während die neu geregelten Spezialmodule erst ab 1.9.2026 ausgebildet werden dürfen - siehe unten!)

  • Erneuerbare Energien
  • Gebäudeleittechnik
  • Gebäudetechnik-Service
  • Netzwerk- und Kommunikationstechnik
  • Sicherheitsanlagentechnik
  • Eisenbahnbetriebstechnik
  • Eisenbahnelektrotechnik
  • Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik
  • Eisenbahnfahrzeugtechnik
  • Eisenbahnsicherungstechnik
  • Eisenbahntransporttechnik

HINWEIS: Die ersten fünf genannten Spezialmodul-Bezeichnungen gelten nur mehr bis 30.8.2026 (Ausbildung nach der alten Regelung)! Ab 1.9.2026 treten an ihre Stelle folgende Spezialmodul-Bezeichnungen/-Regelungen:

  • Erneuerbare Energien und Elektromobilität (statt "Erneuerbare Energien")
  • Gebäudetechnik (statt "Gebäudetechnik-Service")
  • Netzwerktechnik (statt "Netzwerk- und Kommunikationstechnik")
  • Smart Home (statt "Gebäudeleittechnik" und "Sicherheitsanlagentechnik")

Kombinationsmöglichkeiten:

Das Hauptmodul "Energietechnik" kann mit einem der folgenden Haupt- und Spezialmodule des MODUL-Lehrberufs "ElektrotechnikerIn" kombiniert werden (Lehrzeitverlängerung jeweils auf 4 Jahre):

  • Hauptmodul Automatisierungs- und Prozessleittechnik
  • Spezialmodul Erneuerbare Energien (ab 1.9.2026: "Erneuerbare Energien und Elektromobilität")
  • Spezialmodul Gebäudeleittechnik (ab 1.9.2026: "Smart Home", dann nicht mehr kombinierbar!)
  • Spezialmodul Gebäudetechnik-Service (ab 1.9.2026: "Gebäudetechnik", dann nicht mehr kombinierbar!)
  • Spezialmodul Netzwerk- und Kommunikationstechnik (ab 1.9.2026: "Netzwerktechnik", dann nicht mehr kombinierbar!)
  • Spezialmodul Eisenbahnelektrotechnik (ab 1.9.2026 nicht mehr kombinierbar!)

Tätigkeitsmerkmale

ElektrotechnikerInnen planen, montieren, installieren, prüfen und reparieren Maschinen, Anlagen oder Geräte, die durch elektrische Energie angetrieben werden. Dazu zählen beispielsweise Anlagen der Energieverteilung (z.B. Stromanlagen), Industriemaschinen (z.B. Förderbänder), Systeme der Gebäudetechnik (z.B. Alarmanlagen, Lifte), Haushaltsgeräte oder Steuerungs- und Regelungsanlagen (z.B. Schalt- und Verteilerkästen). Zudem befassen sich ElektrotechnikerInnen mit Gebäudeinstallationen, verlegen Stromleitungen und Kabel, montieren Schalt- und Verteilerschränke und führen Elektroinstallationen in Verbindung mit Licht- und Beleuchtungstechnik durch.

Weiters führen ElektrotechnikerInnen manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren an Werkstoffen durch, wie z.B. Sägen, Bohren, Schleifen, Drehen und Fräsen. Sie stellen Verbindungen zwischen Bauteilen mittels unterschiedlicher Schweißverfahren her, bearbeiten Schweißnähte und montieren Maschinenelemente, wie z.B. Lager, Kupplungen, Stifte, Schrauben oder Dichtungen. Zudem verwenden sie technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen und fertigen selbst Skizzen und einfache Zeichnungen an, z.B. Schaltpläne. Bei ihrer Arbeit müssen sie stets die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen.

Hauptmodul "Energietechnik"

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ errichten, installieren und prüfen Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung, wie z.B. Kraftwerke, Umspannwerke, Hochspannungsanlagen oder alternative Energiequellen (z.B. Solaranlagen). Zudem sind sie für die Instandhaltung und Wartung dieser Anlagen zuständig, führen Fehleranalysen durch und beseitigen Mängel und Störungen. Außerdem führen sie gegebenenfalls Änderungen und Erweiterungen an Anlagen der Energietechnik durch, um diese zu optimieren. ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Leittechnik, Kommunikationstechnik, Elektronik, Pneumatik und Hydraulik sowie über elektrische Maschinen und Geräte.

Neben den Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung errichten, installieren und prüfen ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ auch messtechnische Einrichtungen der Steuerungs- und Regelungstechnik, der Leittechnik und der Elektronik sowie von elektrischen Maschinen und Geräten und Baugruppen der Pneumatik und Hydraulik. Sie programmieren und parametrisieren speicherprogrammierbare Steuerungen (kurz SPS), schließen diese an die Maschinen und Anlagen an und führen an diesen Einrichtungen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten, Fehleranalysen und Störungsbehebungen durch. Auch das Anschließen, Einstellen und Inbetriebnehmen von Antriebssystemen mit ungesteuerten und gesteuerten Stromrichtern sowie Umrichtern (z.B. Generatoren, Transformatoren) gehört zu den Tätigkeiten von ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Energietechnik“.

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ verfügen über Kenntnisse über Erdungsanlagen, Überspannungsschutzanlagen und Hochspannungsnetze sowie über Einsatzmöglichkeiten von Hochspannungsschaltgeräten. Bei ihrer Arbeit wenden sie verschiedene Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln zur Verhütung von Personen- und Sachschäden an, überprüfen und dokumentieren elektrische Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit und berücksichtigen verschiedene elektrotechnische Normen, Bau- und Sicherheitsvorschriften.

Berufsprofil für das Hauptmodul "Energietechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten und Inbetriebnehmen von Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie von elektrischen Maschinen und Geräten
  • Instandhalten und Warten von Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie von elektrischen Maschinen und Geräten
  • Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie an elektrischen Maschinen und Geräten
  • Installieren, Inbetriebnehmen, Prüfen, Instandhalten und Warten von Systemen der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an diesen Systemen
  • Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards

Berufsprofil für das Spezialmodul "Gebäudeleittechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten, Programmieren, Parametrieren, Inbetriebnehmen und Prüfen von Gebäudeleitsystemen; Instandhalten und Warten von Gebäudeleitsystemen
  • Aystematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Gebäudeleitsystemen
  • Beraten von Kunden in Fragen der Gebäudeleittechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Gebäudetechnik-Service" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Bedienen von Gebäudeleitsystemen
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen unter Anwendung von Gebäudeleitsystemen
  • Einfaches Instandhalten und Warten von Geräten und Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beheben von Fehlern, Mängeln und Störungen an Geräten und Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik
  • Beraten von Kunden in Fragen der Gebäudetechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Erneuerbare Energien" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Planen und Dimensionieren von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Errichten, Inbetriebnehmen und Prüfen von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Instandhalten und Warten von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Beraten von Kunden in Fragen der erneuerbaren Energien

Berufsprofil für das Spezialmodul "Netzwerk- und Kommunikationstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten, Inbetriebnehmen und Prüfen von Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Instandhalten und Warten von Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Beraten von Kunden in Fragen der Netzwerk- und Kommunikationstechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnelektrotechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Durchführen der wiederkehrenden Prüfungen an eisenbahnelektrotechnischen Anlagen (Energietechnik und Traktionsstrom)
  • Erstellen von Fehlerdiagnosen an eisenbahnelektrotechnischen Anlagen; Entgegennehmen von Störungsmeldungen sowie Ergreifen von Sofortmaßnahmen; Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren des Eisenbahnbetriebes

ElektrotechnikerInnen planen, montieren, installieren, prüfen und reparieren Maschinen, Anlagen oder Geräte, die durch elektrische Energie angetrieben werden. Dazu zählen beispielsweise Anlagen der Energieverteilung (z.B. Stromanlagen), Industriemaschinen (z.B. Förderbänder), Systeme der Gebäudetechnik (z.B. Alarmanlagen, Lifte), Haushaltsgeräte oder Steuerungs- und Regelungsanlagen (z.B. Schalt- und Verteilerkästen). Zudem befassen sich ElektrotechnikerInnen mit Gebäudeinstallationen, verlegen Stromleitungen und Kabel, montieren Schalt- und Verteilerschränke und führen Elektroinstallationen in Verbindung mit Licht- und Beleuchtungstechnik durch.

Weiters führen ElektrotechnikerInnen manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren an Werkstoffen durch, wie z.B. Sägen, Bohren, Schleifen, Drehen und Fräsen. Sie stellen Verbindungen zwischen Bauteilen mittels unterschiedlicher Schweißverfahren her, bearbeiten Schweißnähte und montieren Maschinenelemente, wie z.B. Lager, Kupplungen, Stifte, Schrauben oder Dichtungen. Zudem verwenden sie technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen und fertigen selbst Skizzen und einfache Zeichnungen an, z.B. Schaltpläne. Bei ihrer Arbeit müssen sie stets die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen.

Hauptmodul "Energietechnik"

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ errichten, installieren und prüfen Anlagen zur Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung, wie z.B. Kraftwerke, Umspannwerke, Hochspannungsanlagen oder alternative Energiequellen (z.B. Solaranlagen). Zudem sind sie für die Instandhaltung und Wartung dieser Anlagen zuständig, führen Fehleranalysen durch und beseitigen Mängel und Störungen. Außerdem führen sie gegebenenfalls Änderungen und Erweiterungen an Anlagen der Energietechnik durch, um diese zu optimieren. ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Mess-, Steuerungs- und …

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Schwerpunkt Tabelle
ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metallgewerbe und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2024
01.01.2024
Elektro- und Elektronikindustrie (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.05.2024
01.05.2024
Elektrizitätsversorgungsunternehmungen (Elektrizitätswerke) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.02.2024
01.02.2024
GRAZ - Holding GRAZ - Kommunale Dienstleistungen GmbH - Sparte Mobilität (Graz Linien) und Freizeit (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.11.2023
01.11.2023
LINZ - Stadtwerke: Linz AG für Energie (Strom, Gas, Wärme), Telekommunikation, Verkehr und Kommunale Dienste (Abfall, Abwasser, Bestattung, Bäder, Hafen, IWA-Labor, Wasser) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.02.2024
01.02.2024
WIEN - Stadtwerke: Energieversorgung (Strom, Gas), Mobilität (öffentliche Verkehrsmittel, Parkgaragen), Informationstechnik, Bestattung und Friedhöfe (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2024
01.01.2024
Eisenbahnunternehmen: ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) - wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 Stunden (Arbeiter)
gültig ab 01.12.2023
01.12.2023
Eisenbahnunternehmen: Länderbahnen, öffentliche Privatbahnen - wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden (Arbeiter)
gültig ab 01.12.2023
01.12.2023
  • Auge-Hand-Koordination: Verdrahtungsarbeiten, Löten, Montieren elektrischer und elektronischer Kleinbauteile
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit bei Montage-/Wartungs-/Reparaturarbeiten (vor allem bei Großanlagen und -maschinen)
  • Fingerfertigkeit: Anschließen von Leitungen und Kabeln, Montieren elektrischer und elektronischer Kleinbauteile, Justieren von Messgeräten
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Gerüsten bei Wartungs-, Reparatur- und Montagearbeiten an Großanlagen, Maschinen und Kränen
  • Handgeschicklichkeit: Montieren von elektrischen Bauteilen und Leitungen, Bearbeiten von Metallteilen, Wartungs-, Reparatur- und Montagearbeiten an hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Anlagenteilen, Löten, Schweißen
  • Logisch-analytisches Denken: Lesen von Schaltplänen, Erkennen von Störungsursachen bei Reparaturarbeiten, Errichten von betriebssicheren Stromkreissystemen
  • Mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Ermitteln physikalischer Größen anhand von Mess- und Prüfergebnissen.
  • Organisationstalent: Zeitplanung bei Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Vorbereitungsarbeiten
  • Physische Ausdauer: Montieren großer Anlagen, Arbeiten an schwer zugänglichen Maschinenteilen, Belastungen wie Verschmutzung, Maschinenlärm, auch Witterung bei Außenmontagen
  • Psychische Belastbarkeit: teilweise Schichtarbeit (auch Nachtschicht), Arbeiten in Gefahrensituationen
  • Räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Montage-, Stromlauf- und Schaltplänen, Anfertigen von Maschinen- und Anlagenteilen nach Werkstückzeichnungen, Festlegen der Leitungswege in Betriebsräumen, Anordnen elektrischer Bauelemente an Schaltkästen
  • Reaktionsfähigkeit: Arbeiten in Gefahrensituationen (z.B. Prüfarbeiten an stromführenden Teilen), rasches Eingreifen bei Maschinenstörungen, Vermeiden von Unfällen beim Arbeiten an Großanlagen und auf Leitern und Gerüsten
  • Sehvermögen: Verdrahtungsarbeiten, Mess- und Prüfarbeiten, Arbeiten mit Präzisionsmessgeräten (Schieblehre, Mikrometerschraube)
  • Selbstständigkeit: Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Durchführen von Sicherheitsüberprüfungen
  • Technisches Verständnis: Montieren, warten und reparieren von elektrischen Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen sowie von Steuerungs- und Regeleinrichtungen, Fehlersuche und -behebung, Lesen von Montageplänen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Schmier-, Reinigungs-, Ätz- und Lösungsmitteln sowie Klebstoffen

Betriebe/Lehrbetriebe:
ElektrotechnikerInnen arbeiten vor allem in der Elektroindustrie, in Gewerbebetrieben der Elektrobranche, in Elektrizitätsversorgungsunternehmen (z.B. Bau und Instandhaltung von Kraftwerken) und in Verkehrsbetrieben (Österreichische Bundesbahnen, Verkehrsbetriebe der Großstädte).

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Energietechnik“ sind meist in Energieversorgungs- und -verteilungsunternehmen (z.B. Elektrizitätswerke) sowie in Industrie- und Gewerbebetrieben der Elektrotechnik tätig. Zudem finden sie in Wartungs- und Servicebetrieben im Bereich Energietechnik (Umspannwerke und Hochspannungsleitungen warten und reparieren) Beschäftigung. Die Beschäftigungsbetriebe konzentrieren sich vor allem auf städtische Gebiete und industrielle Ballungszentren. Die Durchführung von Montagearbeiten erfordert mitunter auch längere Aufenthalte in verschiedenen Bundesländern oder im Ausland.

Lehrstellensituation:
Der Lehrberuf "ElektrotechnikerIn" mit seinen 4 Hauptmodulen ist einer der am häufigsten erlernten Lehrberufe. Bei den Burschen liegt er an erster Stelle (mit derzeit fast 9.700 Lehrlingen), bei den Mädchen immerhin noch an 11. Stelle (mit derzeit fast 750 Lehrlingen); insgesamt sind das über 10.400 Lehrlinge. Und seit ca. 8 Jahren steigt die jährliche Gesamtzahl der Lehrlinge kontinuierlich an. Es kann angenommen werden, dass sich dieser Trend auch künftig noch eine Weile fortsetzen wird, sodass sehr gute Chancen bestehen, eine Lehrstelle in der Elektrotechnik zu erhalten.
Im Hauptmodul "Energietechnik" hat sich die jährliche Gesamtzahl der Lehrlinge früher kaum verändert (rund 500 Personen); seit einigen Jahren nimmt sie aber zu und ist zuletzt relativ stark gestiegen (über 660 Personen). Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch künftig fortsetzen wird, da die Energietechnik im Elektrobereich immer wichtiger wird. Mehr als ein Drittel der Lehrlinge erlernt das Hauptmodul "Energietechnik" in Doppellehre, meist mit dem Lehrberuf "MechatronikerIn - Hauptmodul Automatisierungstechnik", seltener mit dem Lehrberuf "MetalltechnikerIn - Hauptmodul Maschinenbautechnik" oder mit dem Elektrotechnik-Hauptmodul "Automatisierungs- und Prozessleittechnik".

Unterschiede nach Geschlecht:
Wie viele technische Lehrberufe wird auch der Lehrberuf "Elektrotechnik" vorwiegend von Männern erlernt. Der Anteil der weiblichen Lehrlinge, der früher immer unter 5 Prozent gelegen ist, ist in den letzten Jahren auf 7 Prozent gestiegen (das sind immerhin fast 750 weibliche Lehrlinge).
Im Hauptmodul "Energietechnik" ist der Anteil der weiblichen Lehrlinge früher viele Jahre lang bei nur rund 2 bis 4 Prozent gelegen; in den letzten Jahren ist er allerdings kontinuierlich gestiegen und zuletzt bei rund 13 Prozent gelegen (im Jahr 2023 waren das 86 Frauen gegenüber 578 Männern).

Berufsaussichten:

In Österreich wächst der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch und es wird vermehrt in Technologien wie z.B. Windkraft und Photovoltaik zur Nutzung von erneuerbaren Energien investiert. Zudem hat sich Österreich zum Ziel gesetzt, die Energieversorgung bis 2030 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie umzustellen. Die elektrische Energietechnik wird als Schlüsseltechnologie der Zukunft gesehen, sodass z.B. auch Biomasse und Sonne stärker zur Energieerzeugung herangezogen werden. Zudem sind innovative und effiziente Lösungen für Energiesysteme in der Industrie sowie für die Vernetzung der Haustechnik durch Smart-Home-Systeme gefragt.

Beschäftigungsaussichten:

Die Beschäftigungsaussichten für ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Energietechnik“ sind gut. Besonders Kompetenzen im Bereich innovativer und erneuerbarer Energietechnologien und Fähigkeiten in der Entwicklung, Installation und Instandhaltung von Geräten und Anlagen erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ElektroenergietechnikerIn", dem der Beruf "ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
Lehrlingszahlen Tabelle
ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 499 471 481 489 471 476 471 498 538 578
weiblich 7 8 13 21 30 36 49 62 63 86
gesamt 506 479 494 510 501 512 520 560 601 664
Frauenanteil 1,4% 1,7% 2,6% 4,1% 6,0% 7,0% 9,4% 11,1% 10,5% 13,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Verwandte Lehrberufe Tabelle
ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Energietechnik
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
ElektronikerIn - Hauptmodul Angewandte Elektronik nein
ElektronikerIn - Hauptmodul Informations- und Kommunikationselektronik nein
FernwärmetechnikerIn nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Elektroinstallationstechnik nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Maschinenbautechnik nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Metallbautechnik nein
KälteanlagentechnikerIn nein
LuftfahrzeugtechnikerIn nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Alternative Antriebstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Automatisierungstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Elektromaschinentechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Fertigungstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik nein
MetallbearbeiterIn nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Fahrzeugbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Maschinenbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Metallbau- und Blechtechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Schmiedetechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Schweißtechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Sicherheitstechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Stahlbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Werkzeugbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Zerspanungstechnik nein
ProzesstechnikerIn nein
SeilbahntechnikerIn nein
SonnenschutztechnikerIn nein
VeranstaltungstechnikerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • Fachschule für Elektrotechnik mit Betriebspraxis
  • Fachschule für Elektrotechnik mit Betriebspraxis - Schulautonome Vertiefung Leistungselektronik und Erneuerbare Energien
  • Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik
  • Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik - Schulautonomer Ausbildungsschwerpunkt Energiesysteme und Industrieelektronik
  • Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik - Schulautonomer Ausbildungsschwerpunkt Automation, Elektromobilität, Erneuerbare Energie
  • Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Schulautonomer Ausbildungsschwerpunkt Energie- und Umwelttechnik

Weiterbildungskurse für ElektrotechnikerInnen werden vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI) angeboten. Wichtige Weiterbildungsbereiche für ElektrotechnikerInnen sind vor allem Steuerungstechniken (z.B. mikroelektronische Regelungs- und Steuersysteme) sowie Fachenglisch (technische Fachausdrücke), aber auch Leistungselektronik, Hydraulik, Pneumatik und Metallbearbeitung.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Elektrotechnik
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik - Ausbildungsschwerpunkt Energietechnik und Industrieelektronik
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Elektrotechnik - Ausbildungsschwerpunkt Energietechnik und Industrieelektronik
  • Kolleg für Berufstätige für Elektrotechnik
  • Kolleg für Berufstätige für Elektrotechnik - Ausbildungsschwerpunkt Energietechnik und industrielle Elektronik

Aufstiegspositionen für ElektrotechnikerInnen sind z.B. VorarbeiterIn (ObermonteurIn), ArbeitsvorbereiterIn, MontageleiterIn, ServicetechnikerIn, ServiceleiterIn, Werkstätten- oder AbteilungsleiterIn oder WerkmeisterIn. Diese Positionen gibt es allerdings größtenteils nur in Industriebetrieben. Die Aufstiegschancen hängen vor allem von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen ab. Mit der Größe des Betriebes erhöhen sich auch die Aufstiegsmöglichkeiten aufgrund der größeren Zahl an Aufstiegspositionen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für ElektrotechnikerInnen im Rahmen des Rechtskraftgewerbes "Elektrotechnik" sowie der reglementierten Gewerbe "MechatronikerIn für Maschinen- und Fertigungstechnik; MechatronikerIn für Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik; MechatronikerIn für Elektromaschinenbau und Automatisierung; MechatronikerIn für Medizingerätetechnik (verbundenes Handwerk)", "Kälte- und Klimatechnik (Handwerk)" und "Kommunikationselektronik".

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Bei Rechtskraftgewerben benötigt man zusätzlich die Genehmigung durch die Gewerbebehörde, wie z.B. dem Magistrat oder der Bezirksverwaltungsbehörde.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich, sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMAW).

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