Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Technische EinkäuferInnen sind für die Beschaffung von technischen Produkten und Materialen zuständig. Beispiele dafür sind Roh- und Hilfsstoffe, Baugruppen oder Werkzeuge. Sie erstellen Bedarfsanalysen der verschiedenen Warengruppen, holen Angebote von LieferantInnen ein und führen entsprechende Bestellungen durch. Sie verfügen über ein breites technisches Wissen.

Technische EinkäuferInnen verhandeln mit LieferantInnen, schließen Kaufverträge ab und sind für die logistische Abwicklung verantwortlich. Zudem beobachten und analysieren sie den Beschaffungsmarkt im In- und Ausland, besuchen Fachmessen und vergleichen Preise.

Sie haben eine Schnittstellenfunktion zwischen Produktion, Konstruktion und Projektleitung, da sie für die Beschaffung der benötigten Materialien verantwortlich sind. Die Einkäufe müssen sie genau dokumentieren und darüber Bericht erstatten.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Warengruppenmanagement optimieren
  • Bedarfslisten erstellen
  • Lieferungen koordinieren
  • Reklamation mit LieferantInnen abwickeln
  • LieferantInnen auditieren
  • Einsparungspotentiale analysieren
  • Schriftverkehr erledigen
  • Lagerverwaltung koordinieren
  • Qualitätskontrollen durchführen
  • Durchsetzungsvermögen
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Reisebereitschaft
  • Sinn für Zahlen
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Industriebranche
  • Gewerbe- und Handelsbetriebe
  • Dienstleistungsbranche

Die Nachfrage nach Logistikfachkräften ist weitgehend hoch. Die Branche ist allerdings stark von der allgemeinen Wirtschaftslage, von geopolitischen Veränderungen sowie von internationalen und nationalen Handels- und Transportauflagen abhängig, sodass es immer wieder zu Veränderungen in der Beschäftigungslage kommen kann. Die Anforderungen an Logistikunternehmen sind vielfältig: Der zunehmende Online-Handel und die immer größere Artikelvielfalt erfordern flexible Abläufe und Versandwege. Effiziente Logistik- und Beschaffungslösungen sind auch im Industrie- und Produktionsbereich gefragt – von der strategischen Planung für den Einkauf und die Beschaffung von Materialien, Maschinen und Werkzeugen über eine platzsparende Lagerung und termingerechte Bereitstellung für die Produktion bis zur vorschriftsmäßigen Entsorgung. Dabei werden zunehmend digitale Technologien, die eine Optimierung und Automatisierung vieler Prozesse ermöglichen, eingesetzt. Weitere bestimmende Themen sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz, weshalb ganzheitliche Logistikkonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Technische EinkäuferInnen müssen über gute Branchenkenntnisse verfügen und stets über aktuelle Produkttrends informiert sein. Dabei sind insbesondere fundierte technische Kenntnisse gefragt. Aufgrund der Zusammenarbeit mit internationalen Unternehmen und LieferantInnen sind Englisch- sowie weitere Fremdsprachenkenntnisse vorteilhaft. Zusätzliche Qualifikationen in den Bereichen Controlling und Projektmanagement sowie Kenntnisse im Umgang mit ERP-Systemen, z.B. SAP, können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "EinkäuferIn", dem der Beruf "TechnischeR EinkäuferIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bietet eine kaufmännische, wirtschaftliche oder technische Ausbildung an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Technische EinkäuferInnen müssen über grundlegende kaufmännische Kenntnisse und Verhandlungsgeschick verfügen. Daher ist eine zusätzliche Qualifikation in den Bereichen Kommunikation, Betriebswirtschaftslehre oder Management vorteilhaft.
 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Ablegung einer Werkmeisterprüfung. In größeren Betrieben werden zudem kaufmännische Weiterbildungen innerbetrieblich angeboten.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Logistikmanagement
  • Materialwirtschaft
  • Maschinenbau
  • Mechatronik
  • Kostenrechnung
  • E-Commerce
  • Controlling
  • Fremdsprachen

 

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn" erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft.

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten für technische EinkäuferInnen bestehen vor allem in Funktionen wie Team-, Abteilungs- oder ProjektleiterIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist im Rahmen der freien Gewerbe "Handelsgewerbe" und "HandelsagentIn" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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