Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HaustechnikerInnen sind für die technische Betreuung und Instandhaltung eines Gebäudes oder einer Immobilie verantwortlich und sorgen dafür, dass alle technischen Einrichtungen reibungslos funktionieren. Sie sind außerdem dafür zuständig, die technischen Anlagen im Gebäude, z.B. Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, Aufzüge oder Sanitäranlagen, regelmäßig zu überprüfen, zu warten und falls notwendig kleinere Reparaturen durchzuführen. Bei komplexeren Störungen ziehen sie externe Fachkräfte zur Problemlösung hinzu und achten darauf, dass die Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt werden.

HaustechnikerInnen sorgen außerdem dafür, dass alle technischen Einrichtungen den erforderlichen Standards und Vorschriften entsprechen. Sie überprüfen Brandmeldeanlagen, kontrollieren Fluchtwege und andere Anlagen im Bereich der Sicherheitstechnik. HaustechnikerInnen können auch Aufgaben übernehmen, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu optimieren, wie beispielsweise durch energiesparende Beleuchtungskörper oder die Installation von Messgeräten zur Überwachung des Energieverbrauchs.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Technische Gebäudeanlagen überprüfen und warten
  • Externe Fachkräfte koordinieren
  • Standards und Vorschriften beachten
  • Sicherheitstechnische Anlagen überprüfen
  • Energiesparmaßnahmen umsetzen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundenorientierung
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Serviceorientierung
  • Sinn für Zahlen

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Haus- und Gebäudeverwaltungen
  • Immobilienunternehmen
  • Wohnbaugesellschaften
  • Unternehmen mit großen Gebäudeflächen
  • Öffentliche Organisationen

Die Gebäudetechnik steht in den kommenden Jahren vor einem Innovationsschub. Da moderne Immobilien immer komplexer werden, verschiebt sich der Fokus von der rein mechanischen Wartung hin zum Management hochgradig vernetzter Systeme. Energiewende und Smart-Building-Trends machen die Gebäudetechnik zu einem wichtigen Faktor für den Wert einer Immobilie. Insbesondere die Integration von erneuerbaren Energien, hocheffizienten Heiz- und Kühlsystemen sowie intelligenten Steuerungstechnologien erhöht die Nachfrage nach ExpertInnen in der Planung und im operativen Betrieb. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt künftig auf der Klimatisierung und Ressourceneffizienz, um Umweltvorgaben zu erfüllen. Gleichzeitig werden Sicherheitskonzepte und die digitale Überwachung der technischen Infrastruktur immer wichtiger. Da die Optimierung bestehender Gebäude und ihr effizienter Betrieb auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Priorität haben, bleibt die Nachfrage nach Fachkräften in der Gebäudetechnik stabil.

HaustechnikerInnen müssen über handwerkliches Geschick und technisches Verständnis verfügen. Erfahrung im Umgang mit Gebäudeleittechniksystemen ist ebenfalls von Vorteil. Vertiefte Kompetenzen in Bereichen wie Gebäudeautomation, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Sicherheitstechnik, Brandschutz sowie Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich erhöhen. Häufig ist der Besitz eines Führerscheins der Klasse B gefragt.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "Installations- und GebäudetechnikerIn", dem der Beruf "HaustechnikerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden technische Ausbildungen an Fachschulen sowie an höheren technischen Lehranstalten, insbesondere für Gebäudetechnik. Die Ausbildung umfasst in der Regel auch einen praktischen Teil in schuleigenen Werkstätten oder Laboren sowie die Absolvierung eines mehrwöchigen Praktikums. An manchen Schulen können zusätzliche Qualifikationen erworben werden, z.B. in den Bereichen Brandschutz oder Schweißtechnik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung, die den Zugang zu Kollegs und Universitäten ermöglichen. Auch Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungsinstitutionen wie BFI und WIFI sowie privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den folgenden Bereichen:

  • Facility Management
  • Gebäudetechnik
  • Öko-Energietechnik
  • Gebäudeautomation
  • Erneuerbare Energien
  • Smart Building
  • Qualitätsmanagement

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn" erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft.

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Je nach Struktur und Größe des Unternehmens bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Funktionen wie Teamleitung, Projektleitung oder Abteilungsleitung. Mit entsprechender Weiterbildung können sich zudem berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Hausverwaltung ergeben.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "ImmobilientreuhänderIn (ImmobilienverwalterIn)" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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