Facharzt/-ärztin für Public Health

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Public Health befassen sich mit der öffentlichen Gesundheitspflege. Das Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, die Lebensdauer der Menschen zu verlängern und das Risiko für Krankheiten und Epidemien zu verringern. Sie beraten Institutionen sowie öffentliche Einrichtungen, welche Initiativen getroffen werden müssen, um diese Ziele zu erreichen. Zudem entwickeln sie maßgeschneiderte Programme zur Gesundheitsförderung, die auf die jeweiligen Zielgruppen, z.B. Schulen oder Gemeinden, zugeschnitten sind, und wirken an ihrer Umsetzung mit. Sie beachten dabei auch internationale und nationale Rahmenbedingungen. 

Weiters untersuchen FachärztInnen für Public Health, wie Gesundheitssysteme ökonomischer gestaltet werden können, und sie analysieren mögliche Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung, etwa bei Epidemien und Pandemien. Sie erstellen Katastrophenpläne und geben Empfehlungen ab, welche Maßnahmen in Krisen von Nutzen sind. Außerdem verfassen sie Gesundheitsberichte und Dokumentationen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Programme zur Gesundheitsförderung entwickeln
  • Umsetzung der Maßnahmen begleiten
  • Gesundheitssysteme analysieren
  • Katastrophenpläne erstellen
  • Institutionen und Organisationen beraten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Überzeugungsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Sozialversicherungsträger
  • Ämter und Behörden
  • Beratungsunternehmen im Gesundheitsbereich

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Public Health" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen für Public Health eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten und bei der Österreichischen Gesellschaft 

für Public Health absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Digital Health
  • Stationäre Gesundheitsförderung
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Gesundheitskommunikation
  • Verletzungsprävention
  • Hygienemanagement  
  • Aktive Mobilität

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