Facharzt/-ärztin für Medizinische und Chemische Labordiagnostik

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Medizinische und Chemische Labordiagnostik analysieren Körperflüssigkeiten und Gewebeproben, wie z.B. Blut, Urin, Fruchtwasser oder Abstriche. Sie wenden dafür verschiedene Methoden an, beispielsweise biologische, chemische, physikalische und immunologische Untersuchungen. Die Ergebnisse, z.B. zu Krankheitserregern, Infektionen oder Antikörpern, fassen sie in einem Bericht zusammen, den sie an die behandelnden ÄrztInnen weitergeben. Sollten diese Rückfragen haben, beantworten sie diese. FachärztInnen für Medizinische und Chemische Labordiagnostik  haben damit eine wichtige Funktion bei der Behandlung der PatientInnen, da sie den behandelnden ÄrztInnen mit ihren Laborergebnissen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Diagnose und die Therapie einer Erkrankung liefern. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Blut- und Gewebeproben interpretieren
  • Krankheitsstadium feststellen
  • Berichte verfassen
  • Fragen der ÄrztInnen beantworten
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • Fingerfertigkeit
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Labore
  • Krankenhäuser
  • Pharmakonzerne
  • Universitäten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Medizinische und Chemische Labordiagnostik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen für Medizinische und Chemische Labordiagnostik eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten oder bei der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und Klinische Chemie absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Liquordiagnostik
  • Mikrobiologie 
  • Präanalytik
  • Genetik
  • Toxikologie  
  • Immunologie 
  • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

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