Facharzt/-ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten behandeln Erkrankungen der Haut und Schleimhäute sowie der Nägel und Haare. Beispiele dafür sind Akne, Neurodermitis, Krampfadern, Hautkrebs, Schuppenflechte, Ekzeme, Haarausfall oder Nagelpilz. Im ersten Gespräch mit den PatientInnen fragen FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten nach möglichen Beschwerden und untersuchen dann die Haut. Dabei kontrollieren sie beispielsweise, ob Hautveränderungen wie Ausschläge oder Ekzeme feststellbar sind, und untersuchen Muttermale. Für die Untersuchung verwenden sie z.B. eine Lupe, ein Ultraschallgerät oder ein Auflichtmikroskop. Bei Bedarf entnehmen sie Blut-, Gewebe- und Haarproben, die sie selbst analysieren oder zur weiteren Analyse an ein Labor schicken.

FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten führen auch Laserbehandlungen durch und entfernen dabei z.B. Warzen, Muttermale, Blutschwämme, unerwünschte Haare oder Besenreißer. Weiters führen sie Allergietests durch. Außerdem beraten FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten ihre PatientInnen über den ihrer Haut angepassten Sonnenschutz und die richtige Hautpflege. Immer mehr FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten bieten zudem Behandlungen im Rahmen der kosmetischen Dermatologie an, wie z.B. chemische Peelings oder andere Anti-Aging-Behandlungen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.

  • Gespräche mit PatientInnen führen
  • Hautzustand und Hautveränderungen kontrollieren
  • Muttermale untersuchen
  • Blut-, Gewebe- und Haarproben nehmen und analysieren
  • Laserbehandlungen durchführen
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • Fingerfertigkeit
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Kur- bzw. Rehabilitationszentren
  • Einzelpraxis und Gemeinschaftspraxen
  • Universitäten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten oder bei der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Dermatoonkologie
  • Hautalterung 
  • Narbenkorrektur und -behandlung
  • Kinderdermatologie       
  • Therapiekonzepte bei Psoriasis  
  • Wundversorgung 
  • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

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