VerbundstofftechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe / Maschinenbau, Kfz, Metall / Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.710,- bis € 2.520,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Verbundstoffe bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Stoffen, die so miteinander verbunden sind, dass man sie nicht von Hand voneinander trennen kann. Beispiele dafür sind Milchkartons aus Papier und Aluminium oder Beutel für Instantsuppen aus Aluminium und Kunststoff. VerbundstofftechnikerInnen beschäftigen sich mit der Entwicklung, Verbindung, Anwendung und Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Werkstoffe zu Verbundstoffen. Sie testen und analysieren die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Werkstoffen und entwickeln auf diese Weise neue Verbundstoffe wie z.B. Verpackungsmaterialien.

VerbundstofftechnikerInnen führen verschiedene Belastungstests an Materialen und Werkstoffen durch, z.B. Zerreißtests, Falttests oder Biegetests. Dabei wenden sie unterschiedliche Methoden wie z.B. Ultraschall- oder Röntgenverfahren an. Sie werten die Ergebnisse der Prüfungen aus und dokumentieren diese in Form von Berichten, Protokollen und Diagrammen. Die Prüf- und Messergebnisse bilden die Grundlage für die weitere Bearbeitung der Verbundstoffe, wobei so lange Anpassungen der Werkstoffe vorgenommen werden, bis die gewünschte Qualität eines Verbundstoffes hergestellt ist.

In der Produktion planen VerbundstofftechnikerInnen den Produktionsprozess und bedienen die Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Verbundstoffen. Zudem überwachen sie die Produktion und überprüfen die Qualität der Produkte, indem sie regelmäßig Material- und Produktkontrollen durchführen. Weiters wirken VerbundstofftechnikerInnen bei der Erstellung von Produktspezifikationen sowie bei der Weiterentwicklung der jeweiligen Produkte durch Modifikationen, Tests und Versuchsaufbauten im Labor mit.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Physikalische und chemische Eigenschaften von Werkstoffen analysieren
  • Messungen und Belastungstests durchführen
  • Qualität von Verbundstoffen testen und anpassen
  • Berichte und Protokolle verfassen
  • Produktionsprozesse planen und überwachen
  • Maschinen und Anlagen bedienen und programmieren
  • Qualitätskontrollen durchführen
  • Verbundstoffe im Labor weiterentwickeln
Siehe auch:

Verbundstoffe bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Stoffen, die so miteinander verbunden sind, dass man sie nicht von Hand voneinander trennen kann. Beispiele dafür sind Milchkartons aus Papier und Aluminium oder Beutel für Instantsuppen aus Aluminium und Kunststoff. VerbundstofftechnikerInnen beschäftigen sich mit der Entwicklung, Verbindung, Anwendung und Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Werkstoffe zu Verbundstoffen. Sie testen und analysieren die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Werkstoffen und entwickeln auf diese Weise neue Verbundstoffe wie z.B. Verpackungsmaterialien.

VerbundstofftechnikerInnen führen verschiedene Belastungstests an Materialen und Werkstoffen durch, z.B. Zerreißtests, Falttests oder Biegetests. Dabei wenden sie unterschiedliche Methoden wie z.B. Ultraschall- oder Röntgenverfahren an. Sie werten die Ergebnisse der Prüfungen aus und dokumentieren diese in Form von Berichten, Protokollen und Diagrammen. Die Prüf- und Messergebnisse bilden die Grundlage für die weitere Bearbeitung der Verbundstoffe, wobei so lange Anpassungen der Werkstoffe vorgenommen werden, bis die gewünschte Qualität eines Verbundstoffes hergestellt ist.

In der Produktion planen VerbundstofftechnikerInnen den Produktionsprozess und bedienen die Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Verbundstoffen. Zudem überwachen sie die Produktion und überprüfen die Qualität der Produkte, indem sie regelmäßig Material- und Produktkontrollen durchführen. Weiters wirken VerbundstofftechnikerInnen bei der Erstellung von Produktspezifikationen sowie bei der Weiterentwicklung der jeweiligen Produkte durch Modifikationen, Tests und Versuchsaufbauten im Labor mit.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Physikalische und chemische Eigenschaften von Werkstoffen analysieren
  • Messungen und Belastungstests durchführen
  • Qualität von Verbundstoffen testen und anpassen
  • Berichte und Protokolle verfassen
  • Produktionsprozesse planen und überwachen
  • Maschinen und Anlagen bedienen und pro…
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Interesse für Chemie und Physik
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Industrie- und Gewerbebetriebe der Verpackungs- und Verbrauchsindustrie
  • Betriebe der Gummi-, Lack und Chemiefaserindustrie
  • Unternehmen der Kunststoffindustrie
  • Baustofflabor und -prüfstellen
  • Betriebe im Bereich Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbaus

Die metallverarbeitenden Betriebe sind wichtige Werkstofflieferanten für den Maschinenbau, die Bauwirtschaft sowie die Flugzeug- und Verpackungsindustrie und weisen daher eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf. Auch die österreichische Chemie- und Kunststoffindustrie hat sich in den Jahren vor der Corona-Krise gut entwickelt. Nach einem kurzzeitigen Einbruch zu Beginn der Corona-Krise hat sich die Branche wieder stabilisiert und es werden in den meisten Bereichen Fachkräfte gesucht.

Qualifizierte VerbundstofftechnikerInnen können in verschiedenen Bereichen tätig sein. Ihre Berufsaussichten sind daher stabil. Branchenspezifische Produkt- und Materialkenntnisse sowie Kompetenzen in der Anwendung verschiedener Werkstoffprüfverfahren erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Im Produktionsbereich sind aufgrund der automatisierten Produktionsprozesse erweiterte Kompetenzen in der Automatisierungstechnik sowie in der Bedienung von Maschinen und Anlagen hilfreich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WerkstofftechnikerIn", dem der Beruf "VerbundstofftechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Ausbildungen an Fachschulen und höheren technischen Lehranstalten, z.B. in den Bereichen Chemie oder Maschinenbau. Die Ausbildungen an Schulen für Maschinenbau mit Schwerpunkten wie Werkstofftechnik oder Kunststofftechnik umfassen Fächer wie Mechanik und Maschinenelemente, Fertigungs- und Produktionstechnik, Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Kunst- und Verbundstofftechnik oder Werkstofftechnik und -prüfung. Ausbildungsinhalte an Schulen im Bereich Chemieingenieurwesen sind z.B. Analytische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Anorganische Technologie sowie Physikalische Verfahrens-, Energie- und Umwelttechnik.

Praktische Erfahrungen werden in schuleigenen Werkstätten und Laboratorien sowie im Rahmen von mehrwöchigen betrieblichen Pflichtpraktika erworben.

Dieser Beruf kann auch im Rahmen einer akademischen Ausbildung erlernt werden, siehe dazu den Beruf VerbundstofftechnikerIn (UNI/FH/PH).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Chemie. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Ablegung einer Werkmeisterprüfung.

Weiters bietet die TÜV Akademie verschiedene Kurse im Bereich "Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung" an.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Kunststofftechnik
  • Materialwissenschaften
  • Qualitätskontrolle
  • Recyclingtechnik
  • Innovationsmanagement
  • Umweltschutz
  • Automatisierungstechnik
  • REFA-Ausbildung

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn“ erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Aufstiegsmöglichkeiten für WerkstofftechnikerInnen bestehen z.B. in leitenden Funktionen wie Abteilungsleitung, Leitung der Entwicklung oder Produktionsleitung sowie im Qualitätsmanagement, in der Betriebstechnik und in der Produktionsorganisation.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)", "Kunststoffverarbeitung (Handwerk)", "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau, Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau, Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)" und "Oberflächentechnik, Metalldesign (verbundenes Handwerk)" sowie des Rechtskraftgewerbes "Chemische Laboratorien" und des freien Gewerbes "Erzeugung chemisch-technischer Produkte" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Bei Rechtskraftgewerben benötigt man zusätzlich die Genehmigung durch die Gewerbebehörde. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMDW) und der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

Zudem ist eine selbstständige Berufsausübung nach Abschluss einer Ziviltechnikerprüfung auch als IngenieurkonsulentIn möglich. Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

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