Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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Die Bionik befasst sich mit der technischen Umsetzung und Anwendung von Konstruktions-, Verfahrens- und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme.
Der Begriff Bionik setzt sich aus Biologie und Technik zusammen. Während in der Biotechnologie die Nutzung von Lebewesen zur Produktion oder dem Abbau gewünschter Stoffe beiträgt, dienen in der Bionik Lebewesen als Ideengeber.
BionikerInnen befassen sich mit dem kreativen Umsetzen von Erkenntnissen aus der Biologie in technische Anwendungen. Sie erforschen dazu biologische Systeme, Prozesse und Strukturen bei Pflanzen und Tieren. Zudem nutzen sie biologische Prinzipien und Phänomene um innovativ technische Fragestellungen zu lösen. Der bekannte Lotusblatt-Effekt bei Antihaftbeschichtungen ist eine Anwendung aus der Bionik. Ein bekanntes Bionik-Produkt ist der Klettverschluss, der dem Haltemechanismus der Klettfrucht nachgebaut wurde.
Die Bionik ist transdisziplinär; BionikerInnen arbeiten oft mit ZoologInnen, ArchitektInnen, MaterialforscherInnen und zum Teil sogar mit DesignerInnen zusammen.
Siehe auch:Die Biotechnologin im Bild arbeitet in einem Labor mit Schutzkleidung und führt biotechnologische oder chemische Experimente durch.
© AMS / Das MedienstudioDie Biotechnologin betrachtet eine Probe durch ein Mikroskop.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist eine Biotechnologin in einem Labor zu sehen, die mit einer Pipette Flüssigkeiten in Reagenzgläser füllt.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist eine Biotechnologin in einem Labor zu sehen, die mit einer Pipette arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Biotechnologin in einem Labor, die mit einer Pipette eine Flüssigkeit in einen Erlenmeyerkolben füllt.
© AMS / Das MedienstudioDie Biotechnologin auf dem Bild untersucht Korallen in einem Wassertank.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
Bereits vor der Ausbildung sind Grundlagenkenntnisse in Physik und Mathematik nötig (Ideen aus der Biologie müssen in die Technik umgesetzt werden) sowie
BionikerInnen arbeiten unter anderem in Ingenieurbüros oder Forschungsinstitutionen.
BionikerInnen sind in Entwicklungsabteilungen (international) an der Konstruktion neuer und innovativer Materialien und der Entwicklung technischer Lösungen tätig. Interessante Tätigkeitsfelder bestehen diesbezüglich z.B. in der Nanosolartechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt oder in der Biomaterialindustrie.
Die Bionik ist ein hochinnovative und wachsende Wissenschaft. Es entstehen immer mehr unterschiedlichen Fachrichtungen, in denen BionikerInnen sehr gefragt sind, zum Beispiel
Oft werden botanische Gärten als Freiland-Labore genutzt. BionikerInnen analysieren weltweit aus einem Pool von mehr als je 1,5 Millionen Tier- und Pflanzenarten, um Vorbilder für technische Innovationen zu entdecken.
Die Bionik ist noch eine sehr junge Wissenschaft, weshalb die wirtschaftliche Bedeutung noch relativ gering ist. Als erster historischer Vordenker der Bionik gilt der Künstler, Philosoph und Naturwissenschaftler Leonardo da Vinci (1452-1519).
Institutionell ist Bionik in Österreich eher wenig verankert und kommt daher nur selten in den Bezeichnungen von Abteilungen und Instituten vor. Allerdings steigt das Interesse an bionischen Entwicklungen.
Je nach Spezialisierung können die beruflichen Aussichten zielmlich gut sein, z.B. im Bereich biometrische Materialien oder in der Biomechatronik. Im Bereich Bionik besteht grundsätzlich Bedarf, denn in diesem Bereich herrscht Fachkräftemangel. Es bestehen grundsätzlich vielfältige berufliche Möglichkeiten. Beispiele für Systeme, die nach dem Prinzip der Natur gestaltet werden:
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
BionikerInnen nutzen die Technische Biologie als Basis für Untersuchungen bzw. um Erkenntnisse zu gewinnen Für die technische Umsetzung sind dann vertiefte Kenntnisse aus der jeweiligen Ingenieurwissenschaft (Textil-, Bauingenieurwesen oder andere) erforderlich.
Es geht dabei um die quantitative Erforschung biologischer Strukturen und Funktionen mit Methoden der Physik und der Ingenieurwissenschaften. Das Studium sollte daher neben ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und Biologie auch Module im Bereich Informatik, Mathematik, Physik und Chemie enthalten. sowie Ingenieurwissenschaften.
Zum Teil gibt es Ausbildungen im Bereich Elektronik und Technische Informatik mit Schwerpunkt Bionik, Technische Biologie oder Bio-inspirierte Technik. Beispiele für Studiengangsbezeichnungen:
ExpertInnen sprechen meist von Bionik, wenn es um Einzellösungen geht, während sich Biomimikry auf ein ganzes System bezieht. Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang „Bio Inspired Engineering".
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:| PhD - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Universität Klagenfurt - Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (öffnen) 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Universitätsstraße 65-67 Tel.: +43 463 2700, https://www.aau.at |
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| PhD - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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JKU - Johannes Kepler Universität Linz (öffnen) 4040 Linz, Altenberger Straße 69 Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314, Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300, https://www.jku.at/ |
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Kunstuniversität Linz (öffnen) 4010 Linz, Hauptplatz 6 Tel.: +43 (0)732 / 78 98 -0, https://www.kunstuni-linz.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Universität Salzburg - Paris Lodron Universität Salzburg (öffnen) 5020 Salzburg, Kapitelgasse 4-6 Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0, Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145, https://www.plus.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium Medizinische Grundlagenforschung (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) (öffnen) 5020 Salzburg, Strubergasse 21 Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080, Fax: +43 (0)662 / 2420 80009, https://www.pmu.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Universität Graz - Karl-Franzens-Universität Graz (öffnen) 8010 Graz, Universitätsplatz 3 Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066, https://studien.uni-graz.at |
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| Fachhochschulstudium Massenspektrometrie und Molekulare Analytik (MSc) (öffnen) Masterstudium (FH) |
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FH Joanneum - Standort Graz (öffnen) 8020 Graz, Alte Poststraße 147, Weitere Adressen: Alte Poststraße 147, 149, 152 + 154; Eggenberger Allee 11 + 13; Eckertstraße 30i Tel.: +43 (0)316 / 54 53-8200, Fax: +43 (0)316 / 54 53-8201, https://www.fh-joanneum.at |
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| PhD - Doktoratsstudium Medizinische Grundlagenforschung (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Medizinische Universität Innsbruck (öffnen) 6020 Innsbruck, Christoph Probst Platz - Innrain 52 Tel.: +43 (0)512 / 90 03 -0, https://www.i-med.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Technische Universität Wien (öffnen) 1040 Wien, Karlsplatz 13 Tel.: +43 (0)1 / 588 01 -0, Fax: +43 (0)1 / 588 01 -41099, https://www.tuwien.at/ |
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Universität Wien (öffnen) 1010 Wien, Universitätsring 1 Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0, https://www.univie.ac.at/ |
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Universität für Angewandte Kunst Wien (öffnen) 1010 Wien, Oskar Kokoschka-Platz 2 Tel.: +43 (0)1 / 711 33 -0, Fax: +43 (0)1 / 711 33 -2089, https://www.dieangewandte.at |
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Akademie der bildenden Künste Wien (öffnen) 1010 Wien, Schillerplatz 3 Tel.: +43 (0)1 / 588 16 -1818, Fax: +43 (0)1 / 588 16 -1898, http://www.akbild.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium International Graduate School Nanobiotechnology (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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BOKU University (öffnen) 1180 Wien, Gregor-Mendel-Straße 33 Tel.: +43 (0)1 / 476 54 -0, https://boku.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium Lebenswissenschaften (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Universität Wien (öffnen) 1010 Wien, Universitätsring 1 Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0, https://www.univie.ac.at/ |
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| PhD - Doktoratsstudium Medizinische Grundlagenforschung (öffnen) Doktoratsstudium/PhD |
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Medizinische Universität Wien (öffnen) 1090 Wien, Spitalgasse 23 Tel.: +43 (0)1 / 40 160 -0, Fax: +43 (0)1 / 40 160 -910 000, https://www.meduniwien.ac.at/ |
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| Fachhochschulstudium Bioengineering (BSc) (öffnen) Bachelorstudium (FH) |
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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW) (öffnen) 1100 Wien, Favoritenstraße 232 Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600, https://www.hcw.ac.at/ |
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| Universitätsstudium Biomedizin & Biotechnologie (MSc) (öffnen) Masterstudium (UNI) |
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Veterinärmedizinische Universität Wien (öffnen) 1210 Wien, Veterinärplatz 1 Tel.: +43 (0)1 / 250 77 -0, Fax: +43 (0)1 / 250 77 -1090, https://www.vetmeduni.ac.at |
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Fort- und Weiterbildungsprogramme sollten nach spezifischer Tätigkeit in der Bionik gewählt werden. Je nach Fachrichtung gibt es Angebote in den Bereichen Architektur, Medizintechnik, Prothetik, Raumfahrt, Gerätebau und Sportartikel (z.B. Dämpfung bei Skiern).
Wichtig sind auch Rechtskenntnisse (Urheberrecht, Produkthaftung, Patente) und Fremdsprachen.
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
Per Definition ist die Bionik die „Wissenschaft von Systemen, die nach der Art oder in der Art oder ähnlich der Art lebender Systeme arbeiten“ (J.E. Steele, 1958-1960).
Generell können Fachleute die Planung und Konstruktion von Systemen übernehmen, deren Funktionen die von biologischen Systemen nachahmen oder deren charakteristischen Eigenschaften aufweisen. In diesem Sinne können BionikerInnen als DesignkonstrukteurIn (z.B. im 3D-Druck, Maschinenbau, Nanomaterialien) tätig sein.
BionikerInnen können auch die Planung und Installation von Organisationsstrukturen übernehmen, welche die Wechselbeziehungen biologischer Organisationsmuster nachahmen.
Die Biotechnologin im Bild arbeitet in einem Labor mit Schutzkleidung und führt biotechnologische oder chemische Experimente durch.
© AMS / Das MedienstudioDie Biotechnologin betrachtet eine Probe durch ein Mikroskop.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist eine Biotechnologin in einem Labor zu sehen, die mit einer Pipette Flüssigkeiten in Reagenzgläser füllt.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist eine Biotechnologin in einem Labor zu sehen, die mit einer Pipette arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt eine Biotechnologin in einem Labor, die mit einer Pipette eine Flüssigkeit in einen Erlenmeyerkolben füllt.
© AMS / Das MedienstudioDie Biotechnologin auf dem Bild untersucht Korallen in einem Wassertank.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.